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Claus Pack wurde am
31. Oktober 1921 unter
dem bürgerlichen Namen Karl Nikolaus Pack in Wien geboren.
Er war der Sohn von Elisabeth Pack und dem Schriftsteller Karl Kossak-Raytenau
und wuchs in der Rienößlgasse, Wien IV., auf.
Von 1927-31 besuchte er
die Volksschule in der Pressgasse, anschließend, ab 1931 das
Gymnasium in der Amerlingstraße. Im März 1940 maturierte
Pack am Amerling-Realgymnasium. Dann folgten drei Monate Reichsarbeitsdienst.
Ab Herbst 1940 studierte
er zwei Semester Kunstgeschichte an der Universität Wien, bis
er schließlich die Einberufung zur deutschen Wehrmacht erhielt.
Er wurde jedoch wegen seiner fragilen körperlichen Konstitution
vom Kriegsdienstarzt zurückgestellt. So konnte er ab dem Sommer
1942 drei Semester an der
Akademie der bildenden Künste bei Prof. Fahringer und Prof.
Herbert Boeckl inskribieren. 1945 studierte er erneut an der Akademie
bei Boeckl. Nach Kriegsende war er der erste demokratisch gewählte
Leiter der Studentenschaft der Akademie.
Ende August 1946 übersiedelte
er nach Vorarlberg, wo er gemeinsam mit seiner zukünftigen
Frau bei deren Eltern als freischaffender Maler lebte - ein Schritt,
zu dem er durch die äußerst schwierigen ökonomischen
Verhältnisse im Wien der Nachkriegszeit gezwungen wurde. Im
selben Jahr beschickte er die Ausstellung "Österreichische
Kunst" in Zürich.
Im Jänner 1947 heiratete
Claus Pack Henriette Wegeler. Der Kontakt zur Akademie und zur sich
langsam etablierenden Künstlerschaft in Wien fehlte ihm. In
dieser Zeit begann er Literatur-, Jazz- und Kunstkritiken zu verfassen,
schrieb für "Wort und Wahrheit", die "Schweizer
Rundschau" und die "Schweizer Monatshefte". In St.
Christoph am Arlberg wurde er Vortragender der Internationalen Hochschule
der Université de Paris.
1949 folgte eine Teilnahme am Salon de Mai in Paris. Maurice Besset,
der Leiter des französischen Kulturinstitutes in Innsbruck
und Initiator der Hochschulwochen, verhalf ihm 1950
zu einem sechsmonatigen Stipendium für Malerei des französischen
Staates in Paris.
Die zunehmende Sicherheit in seinen Arbeiten schlug sich auch in
der Beteiligung an zahlreichen Ausstellungen nieder, für die
er durchwegs gute Kritiken erhielt (z.B. 1952 im Foyer des Wiener
Konzerthauses gemeinsam mit Kurt Absolon, 1953
in der Galerie Hilscher in München).
Am 12. November 1954 wurde
Claus Pack in der Kollegiumssitzung der Akademie für eine Assistentenstelle
im Abendakt bei Prof. Herbert Boeckl vorgeschlagen. Mit diesem zusammen
betreute er viele Jahre lang die Studenten der Aktklasse.
Am 20. Jänner 1955
erhielt er nachträglich das Diplom verliehen, da er 1946 sein
Studium nicht ordnungsgemäß beenden hatte können.
Anfang der 60er Jahre lernte er Irene de Lorenzo kennen - eine für
ihn einschneidende Begegnung. Mit ihr hatte er auch vor nach Paris
zu gehen.
1963 begann Claus Pack
erstmals im Freien zu aquarellieren - zuerst in Tirol, später
in Niederösterreich. In dieser Zeit entstand auch das Drehbuch
zu einem Picasso-Film für den ORF, der mit dem Preis für
Volksbildung ausgezeichnet wurde.
1964 wurde Packs erste
Ehe geschieden, bald darauf kam es jedoch auch zur Trennung von
Irene de Lorenzo. Im selben Jahr erschien das von Claus Pack verfasste
Buch "Der Maler Herbert Boeckl". Im November 1964 beschickte
Pack eine Ausstellung in der Galerie Würthle mit den eben erst
entstandenen Aquarellen. Dies war die erste Präsentation seiner
Werke nach seiner Übersiedlung nach Wien.
1966 starb sein Lehrer
und Freund Herbert Boeckl. 1967 wurde Pack zum Oberassistenten ernannt.
Im Sommer dieses Jahres lernte er Ilse Kesselgruber, seine spätere
Frau kennen.
Die Möglichkeiten, die sich ihm als Schriftsteller und Kritiker
boten, nutzte Claus Pack reichlich. Er arbeitete für "Die
Presse", "Salzburger Nachrichten", "Die Furche"
sowie für zahlreiche Kunstzeitschriften und den ORF. Auch für
den Rundfunk war er tätig - hier verfasste er vor allem Kritiken
und Buchbesprechungen und gestaltete die Sendung "Jazz um Mitternacht".
Darüber hinaus erschien 1968
sein Buch "Österreichische Graphik aus fünf Jahrhunderten".
In diesem Jahr kam es auch erneut zu einer Ausstellung in der Galerie
Würthle. Ebenfalls 1968 bezog Pack sein Atelier in der Taubstummengasse.
Von 1968 bis 1979 unterrichtete
Claus Pack an der Internationalen Sommerakademie für bildende
Künste in Salzburg, zunächst als Assistent von Walter
Eckert, ab 1969 als Leiter der Klasse für "Bildnerisches
Gestalten".
1969 erschien sein Buch
"Moderne Graphik in Österreich", in dem er mit den
Kollegen kritisch auseinandersetzte. 1973
kaufte er ein Haus bei Suvereto in der Toskana, oberhalb der Stadt
gelegen, mit wunderbarem Blick auf die Ebene und den Golf von Follónica.
1975 gründete er die Internationale Ferienakademie in Bruneck
in Südtirol, die er bis 1992
führte.
Am 1. November 1979 erfolgte
die Ernennung zum Professor und Vorstand des Instituts für
bildnerische Erziehung und Kunstwissenschaften an der Akademie in
Wien. Im Februar 1980 erkrankte
Pack an Krebs, konnte aber nach mehreren Operationen 1982
seine künstlerische Arbeit wieder aufnehmen. Von diesem Zeitpunkt
an vollendete er in nicht mehr als vier Jahren sein bedeutendes
Spätwerk. Er emeritierte am 31.
Oktober 1986.
1987 erlitt der Künstler
einen Schlaganfall, der sein Schaffen stark beeinträchtigte.
Er konnte nun nur noch kleinformatigere Arbeiten ausfertigen. Sein
letztes Lebensjahrzehnt bis zu seinem Tod am
3. Februar 1997
in Wien lebte Claus Pack mit seiner Gattin Ilse abwechselnd in Wien
und in der Toskana. Zuvor hatte er gemeinsam mit Hans Fronius den
1. Preis der Innsbrucker Graphikbiennale sowie den Theodor Körner-Preis
erhalten.
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