| Unmittelbar nach dem
2. Weltkrieg wurde Berija von Stalin zum Verantwortlichen für
den Bau einer sowjetischen Atombombe gemacht. 1949 konnte die
erste Plutoniumbombe gezündet werden. Nach dem Tod Stalins
am 5. März 1953 entbrannte ein Machtkampf im Zuge dessen
Berija in der Sitzung des Zentralkomitees der KPdSU unter Vorsitz
von Nikita Chruschtschow am 26. Juni 1953 verhaftet wurde. Bei
dem Prozess vor einem besonderen Tribunal des Obersten Gerichtshofs
wurde am 23. Dezember 1953 das Todesurteil ausgesprochen und
noch am gleichen Tag durch Erschießen vollstreckt.
Kristian Sotriffer, sonst eher kritisch zu den Werken Packs
eingestellt, schrieb in seinem Artikel anlässlich der
Ausstellung des Künstlers im Jahr 1968 in der Galerie
Würthle: "Das beste Bild der Ausstellung ist für
mich ein großes, weitgehend von Zwängen aller Art
befreites, hervorragend komponiertes "Historienbild"
neuer Prägung mit dem Titel "Lawrentij Berija wird
1953 im Zentralkomitee der KPdSU verhaftet". Es ist ein
Bild, das frei ist von Fragen nach Herkommen und Stil, weil
es in sich stimmt und weil Pack sich an ihm engagiert hat,
wie vielleicht an keinem zweiten."
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