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Wolfgang
Szaal
Kunst als Experiment - Die Kunstmanifeste
Claus Packs
Eine Annäherung an die Gedankenwelt des Künstlers
Um die kunstphilosophische Basis des Künstlers besser zu verstehen,
wollen wir uns noch einmal jene Zeitumstände vergegenwärtigen,
in denen Claus Pack sein Studium an der Akademie begann: Pack musste
nach der Matura 1940 zur deutschen Wehrmacht einrücken, und
nur krankheitsbedingt bekam er zwei Semester Studienurlaub in Wien.
Das war im Mai 1942 und niemand geringerer als Herbert Boeckl, der
später sein väterlicher Freund wurde, erkannte als Erster
sein Talent. Darüber hinaus erwies sich die Ausbildung jedoch
als äußerst trostlos, war doch die österreichische
Kunst von der Entwicklung der Europäischen Avantgarde vollständig
abgeschnitten.
Nach dem Ende des Krieges studierte Pack noch ein Semester, bevor
er Wien verließ und im Jahr 1946 nach Vorarlberg zog. Denn
in Feldkirch lebten die Eltern seiner zukünftigen Frau, die
das junge Paar mit dem Nötigsten unterstützen wollten.
Hier sollte der Künstler nun für die nächsten acht
Jahre bleiben, was auf seine zukünftige Karriere insofern großen
Einfluss hatte, als Pack hier einerseits von der neuesten künstlerischen
Entwicklung seiner Kollegen in Wien abgeschnitten war, anderseits
aber gerade dadurch ein äußerst eigenständiges Werk
schuf, da er sich der Malerei uneingeschränkt und unbeeinflusst
widmen konnte.
Damals war Österreich in vier Besatzungszonen aufgeteilt,
die von den "Siegermächten" verwaltet wurden, und
Vorarlberg lag - zum Vorteil des Künstlers - in der französischen
Zone. Das schon zu dieser Zeit vorhandene Interesse Packs an der
französischen Moderne und ein sechsmonatiges Stipendium in
Paris bestärkten ihn in seinem eingeschlagenen Weg, den er
von nun an unbeirrt beschritt.
Packs Ansicht nach sollte nach den düsteren Jahren der Verfolgung
der sogenannten "entarteten" Kunst Anschluss an die europäische
Entwicklung gesucht werden. Schon 1946 schrieb er über die
französische Moderne, über Klee und Picasso in einer Studentenzeitung.
In den nächsten Jahren äußerte er sich in den verschiedensten
Medien sehr kritisch zu vielfältigen Bereichen der Kunst. Ein
Umstand, der ihm auch einige unversöhnliche Feinde einbringen
sollte. (Er schrieb aber nicht nur über die bildende Kunst,
sondern auch über die Literatur, die Österreich in den
Jahren vor und während des Krieges nicht mehr erreicht hatte,
besonders über Joyce und Proust; auch dem Jazz war er ein sachkundiger
und begeisterter Anwalt.)
In der Zwischenzeit vollzog sich in Wien, wie bereits ausgeführt,
die künstlerische Entwicklung in den Aufbaujahren nach 1945
zu einem Pluralismus mit starker Ausrichtung an internationalen
Tendenzen, die von Paris und New York geprägt waren. Zwei Hauptströmungen
sollten sich als dominant herausstellen, einerseits der vom Surrealismus
geprägte Phantastische Realismus und der von Amerika reimportierte
Geist der Abstraktion. Ob und inwieweit die Förderung dieses
Geistes von Seiten Amerikas aus ideologischen - Kunst wurde ja immer
wieder, auch wenn mancher das nicht gerne hören wird, als Waffe
benutzt, zur Korrektur feindlicher Weltbilder - oder aus wirtschaftlichen
Gründen geschah, wird weiterhin im Bereich der Spekulationen
verbleiben. Tatsache bleibt, dass die unterschiedlichen Fraktionen
der Abstraktion das Kunstgeschehen in Europa und auch in Wien schon
bald dominierten. 1947 wurde zum Schlüsseljahr für diese
Entwicklung, als, unabhängig voneinander, in New York und Paris
Gruppen junger Künstler in Galerieausstellungen ihre Arbeiten
zeigten und die neue Formensprache sichtbar machten. Mit dem Verzicht
auf die Darstellung von Menschen wichen diese Künstler nun
allen Normen aus. Sie propagierten eine radikale Individualität,
die psychische Vorgänge unmittelbar sichtbar machte. Tachismus,
lyrische Abstraktion, abstrakter Expressionismus oder Informel wurden
zu den wichtigsten Schlagwörtern für diese neue Malerei.
Immer stand jedoch - und das ist zu betonen - das antiintellektuelle
Moment im Vordergrund. So wurden etwa auch Artefakte von geistig
und psychisch Behinderten zum Vorbild genommen. Diese Strömungen
hatten starken Einfluss auf österreichische "Parispilger"
wie Arnulf Rainer und Maria Lassnig, während Claus Pack 1950
in der französischen Metropole davon ganz unbeeinflusst blieb.
Claus Pack konnte der Abstraktion nichts abgewinnen, sondern stellte
dieser bewusst das Weltbild Picassos gegenüber. In seinem Aufsatz
"Bildende Kunst heute" (1962) ging er mit der abstrakten
Malerei sogar hart ins Gericht. Er schrieb, "Zweifellos muss
gesagt werden, dass die sogenannte ungegenständliche Kunst
in all ihren Varianten und Schattierungen anscheinend "gesiegt"
hat. Ja, man kann ohne weiteres behaupten, dass sie zur "offiziellen
Kunst" der Mitte unseres Jahrhunderts geworden ist. Die öffentlichen
Ausstellungen werden von ihr ebenso beherrscht wie die Galerien,
die Kunstzeitschriften gleichermaßen wie der Handel. ... Aus
der Revolte ist, wie viele es ihr vorwerfen, bereits ein "neuer
Akademismus" geworden."
Pack ging dann weiter auf die Entwicklung über den "Tachismus"
u.s.w. ein, die zu jener bezugslos gesetzten Malerei führte,
wo Projektionen sogenannter "innerer Wirklichkeiten" auf
die Fläche gemalt wurden. Letztlich gipfelte Packs Kritik in
der Aussage: "Als Gegenstand, als Form ist der Mensch aus diesen
Arbeiten verschwunden." Nun wäre es gänzlich falsch,
Pack eine reaktionäre Position zu unterschieben. Nein, wie
bereits oben erwähnt, setzte er sich vehement für eine
neue, moderne Kunstauffassung ein, die sich aber von der damals
herrschenden Avantgarde nachhaltig unterschied. Worin dieser grundliegende
Unterschied bestand, wollen wir im Folgenden - anhand von Packs
literarischen Zeugnissen - weiter ausführen.
Nach Meinung von Claus Pack bedeutet bildende Kunst, die Erfahrung
des Raumes auf eine zweidimensionale Fläche zu übertragen.
Jede Erfahrung erfolgt im Raum, daher war jede Malerei, von der
Höhlenmalerei über die Kunst der Ägypter bis ins
19. Jahrhundert Ausdruck der Bewältigung des Raumproblems.
Die jeweilige Tradition bestimmte dabei die Bandbreite des Auszudrückenden.
Als ein Beispiel sei die Kirche Santa Maria Novella in Florenz erwähnt.
Hier bewundern wir das berühmte Fresco der "Dreifaltigkeit"
von Masaccio, das erste großartige Beispiel für einen
mit Hilfe der Linearperspektive geschaffenen Illusionsraum. Dieser
bezeugt das Bemühen um eine realistischere Behandlung des Themas,
die radikal mit dem Herkömmlichen brach. Masaccio wurde mit
diesem Meisterwerk zum Begründer einer neuen Raumauffassung,
die für die folgenden Generationen stilbildend sein sollte.
Eine ähnliche Position wies Pack nun auch Picasso zu, nämlich
die eines Künders einer dem Erfahrungsraum des 20. Jahrhunderts
adäquaten Perspektive. In einem Artikel, den Claus Pack anlässlich
des 75. Geburtstages von Picasso verfasste, vertrat er die These,
dass die Darstellung des Raumerlebnisses auf der zweidimensionalen
Fläche bei Picasso nicht mehr illusionäres, sondern Erfahrungselement
sei. Darüber hinaus jedoch wurde der Malerei von Picasso -
so führte Pack im Folgenden aus - eine weitere, neue Komponente
hinzugegeben: die Zeit. Die plastische Erfahrung des Objektes löste
die An-Schauung ab, der einseitig gerichtete Blickpunkt wich einer
Vielfalt. Statik löste sich in Dynamik. Die Einzelform wurde
mehrdeutig, beinhaltete die verschiedenen Sichten. Es entstanden
dadurch die sogenannten "Deformationen und Monstrositäten",
die nichts anderes waren als die Anwendung einer neuen Perspektive
- der Multiplanperspektive - die Raum und Zeit zusammen zur Darstellung
plastischer Vorgänge verwendete.
Entscheidend aber wurde, was Pack immer wieder herausstrich, dass
dabei das Kunstwerk seinen gleichnishaften Charakter wiedergewann,
dass nicht Illusion sondern Suggestion impliziert wurde, Farbe und
Linie ihren Elementarcharakter erhalten konnten. Die Linie wurde
bei Picasso wieder expressives Element, dem Geistigen zugeordnet,
die Farbe symbolisches Element, dem Seelischen zugeordnet. In Picassos
Malerei gab die Verwendung eines strengen Baugerüstes den dem
schöpferischen Erleben und Ausdruck überantworteten Formen
die nötige Bezogenheit und Bindung im strengen Maß. Pack
meinte, dass Picasso sich mit Recht hütete, mit dem Naturbild
zu brechen. Denn er wüsste ganz genau, dass Raumdarstellungen
immer wieder von konkreten Objekten ausgehen müssen, an denen
sie erkannt und "gemessen" werden können. "Nur
bei ihm und bei den von ihm ausgehenden Künstlern kann also
für unsere Zeit von dem gültigen Versuch einer Raumdarstellung
gesprochen werden.", beschloss Pack seinen Artikel.
In einer weiteren Veröffentlichung mit dem Titel "Analogien
zwischen James Joyce und Pablo Picasso" explizierte Pack dieses
für ihn so wichtige Thema erneut. Wir wollen an dieser Stelle
die Hauptpunkte nochmals kurz zusammenfassen:
Die erste wesentliche Anforderung, die Claus Pack an jedes moderne
Kunstwerk knüpfte, war die Herstellung einer Einheit von Raum
und Zeit, die Aufhebung der zeitlichen Abfolge als kausalem Vorgang.
Pack unterschied dabei zwischen objektivem Zeitablauf und subjektiver
Zeiterfahrung. Die neue Physik mit der Relativitätstheorie
von Einstein hatte ein neues Weltbild geschaffen, dem sich der Künstler
nicht entziehen konnte - der Raum war für ihn von nun an von
der Zeit nicht mehr zu trennen. Das Werk von James Joyce, "Ulysses",
stellte für Pack hier ein eindrucksvolles Beispiel auf dem
Gebiet der Literatur dar.
Die zweite Forderung Packs galt der Gliederung eines Kunstwerkes
über einem unsichtbaren strengen Aufbau, der als verborgenes
Gerüst hinter den scheinbar freispielenden, "entfesselten"
Formen zu stehen hatte.
Diese Punkte sah Pack von allen bedeutenden Kunstwerken seiner
Epoche erfüllt. Künstler wie Braque, Gris, Virginia Woolf,
Ezra Pound und Eliot teilten diese Zielsetzung mit Claus Pack, für
ihn ein Zeichen, dass eine Equipe dieses Jahrhunderts bereits mit
stilbildender Kraft begonnen hatte.
Dagegen hatte die gegenstandslose Kunst diese Problemstellung von
Anfang an negiert und die in ihr entstehenden "Räume"
waren, wenn sie auftraten, unkontrollierte, diskontinuierliche Illusionsräume
aus der räumlichen Eigengesetzlichkeit der Farbe. Der Dadaismus
und der Surrealismus, von Anfang an als Anti-Kunstbewegungen deklariert,
bedienten sich entweder des zum Absurden verzerrten Illusionsraumes
der akademischen Malerei des vorigen Jahrhunderts und manieristisch
eklektischen Formengutes oder aber, in ihren "abstrakten Spielarten",
der Fläche und der primitivisierten Form, die Anschluss an
die Kinder- und Irrenzeichnung suchten und mit dem Aufstand des
Irrationalen gegen die Kunst - als etwas aus der Erkenntnis Geschaffenem
- gegen den Menschen als erkennendes Wesen antraten. Diese Bestrebungen
waren vor allem in den verschiedensten Anti-Kunsttendenzen nach
1945, die vorschnell als künstlerische Äußerungen
akzeptiert wurden, bemerkbar und für die bildnerische Auseinandersetzung
im Rahmen dieser Epoche für Pack ohne Belang. Das große
Problem sah der Künstler auch gegen Ende des 20. Jahrhunderts
weiterhin in der Auseinandersetzung mit der Form und damit mit dem
Räumlichen. "Die Qualität eines Zeichners wird an
ihr zu erkennen sein.", zitierte Pack Ezra Pound.
Noch etwas deutlicher wurde Claus Pack, wenn er in dem Artikel
"Das Experiment in der bildenden Kunst" schrieb: "Malerei,
die nicht Bezug auf die erlebte äußere Wirklichkeit nimmt,
sie nicht gliedert, ordnet und gestaltet, ist, infolge ihrer Bindungslosigkeit,
ihrer Ordnungslosigkeit wertlos und daher keine Kunst. Sie kann
Dekoration sein, aber muss nicht einmal das sein. Wir sind uns klar,
dass damit ein "Sakrileg" begangen, eine "Blasphemie"
ausgesprochen wurde. Und wir sind uns auch klar darüber, welche
Entrüstung diese Behauptung hervorrufen wird."
In diesem Beitrag fasste Claus Pack
seine kunstphilosophischen Überlegungen zusammen:
- "Die Kunst und damit das Kunstwerk stellt sich, insoweit
sie Welt und Beziehung zur Welt bedeuten, selbst als Experiment
dar. Die Tiefe der Welterfahrung des Künstlers und die Erkenntnis
seiner Verantwortung gegenüber der Tradition bestimmen das
Wesen seines Werkes. Dieses Experiment bringt, wenn es schöpferisch
ist, stets eine Erweiterung, keinen Fortschritt. Diese Erweiterung
der Erfahrung gewinnt in der Form Anschaulichkeit. Das Merkmal
des künstlerischen Experimentes ist die absolute Einsamkeit,
in der es sich vollzieht. Das Erfahrene ist der geheime Untergrund,
die Struktur der Welt an sich, sie drückt sich in der ästhetischen
Form aus.
- Das Kunstwerk ist letztlich wissenschaftlich unüberprüfbar.
Es verlangt vom Betrachter reine Hingabe.
- 3) Die Einführung bestimmter Darstellungsmodalitäten
in die bildende Kunst (Linearperspektive, Multiplanperspektive)
entspricht der Eroberung neuer Mittel zur Bildhaftmachung erweiterter
Welterfahrung. In ihnen spiegelt sich ein wachsender Bewusstseinshorizont.
Das Kunstwerk ist immer wieder Weltbild.
- Die Grenzen des Experiments in der bildenden Kunst liegen in
den Forderungen, die das Kunstwerk selbst an den Künstler
stellt, in seinem Anspruch auf Erfüllung der Ordnung, der
Bezüglichkeit der Teile, der Relevanz des Ganzen. Werden
diese Forderungen überschritten oder vernachlässigt,
so entsteht ein Zerrbild der Kunst und damit der Welt. Dieses
Zerrbild kann die Verneinung des Menschseins in dem Sinne in sich
tragen, dass die dem Kunstwerk innewohnende Wertordnung, die die
Haltung des Menschen gegenüber der Welt begreift, gestört
oder, wie in jüngster Zeit, vernichtet wird."
Hans Rochelt gelang in dem von ihm herausgegebenen Buch über
Claus Pack eine treffende Zusammenfassung der Ideen des Künstlers:
"In der bildenden Kunst hielt er freilich zeitlebens am Begriff
der "art plastique" fest und stellte sich in seinen Ölbildern,
Aquarellen und Graphiken konsequent dem Problem der Übertragung
einer räumlichen, plastischen Wirklichkeit auf die Fläche.
Der Gegenstand blieb für ihn das "Vehikel zur Mitteilung
von Unsagbaren", und er trachtete danach, man kann dies an
seinen Stillleben überprüfen, einen "Teil der Welt
so zur Anschauung zu bringen, dass er als erfülltes Sein sichtbar
wird." Kurz gesagt: er war nicht bereit, auf den geistigen
Anspruch der Kunst zu verzichten und die Tradition kurzerhand zu
ignorieren.
Aus dem eben Gesagten lässt sich auch Packs Definition eines
Kunstwerks verstehen: "Bei einem Kunstwerk, wird die tiefe
Erfahrung der Schönheit, die Essenz der Schönheit mit
der Erfahrung des Malers, seinen Mitteln der Darstellung verbunden.
Dadurch wird im Betrachter des Werkes eine Verwandlung, eine Verklärung
zu höherer Wirklichkeit ausgelöst und letztlich die Frage
der "Wahrheit" berührt d.h. ein Teil der Wirklichkeit
und Wahrheit bedient sich des Künstlers, um manifest zu werden."
Diese Definition bringt das Prinzip der "Epiphanie" deutlich
zum Ausdruck, ein Gedanke, der im Schaffen Claus Packs zeitlebens
einen wichtigen Stellenwert einnahm. Er selbst formulierte dies
in seinem Aufsatz "Künstlerische Form und geistige Realität"
- in Anlehnung an ein wichtiges Gleichnis der Bibel - so: "Und
über alle Erkenntnis des Daseins hinaus bleibt jene letzte
Lösung und Erlösung menschlichen Strebens bestehen, die
- gestehen wir es - feststellt, dass die Erkenntnis der letzten
geistigen Realität nicht im Tun der Martha besteht, sondern
in der scheuen, anbetenden und dienenden Liebe der Maria, die sich
keine Sorgen macht um das Diesseits. Die ganz dem gläubigen
Hinhorchen auf die geoffenbarte letzte Wirklichkeit gegeben ist.
Mag nun dieser Standpunkt vielleicht auch jedes künstlerische
Bemühen als ein begründetes prometheisches Sein auflösen,
so erscheint es doch in dieser etwas paradoxen Sicht nicht als unnütz.
Denn wenn wir überhaupt als Künstler berufen erscheinen,
so haben wir kraft unseres göttlichen schöpferischen Attributes
mit dem in uns gelegten Talent zu wuchern, notfalls abseits vom
Beifall der Menge, wir haben Zeugen zu sein für Ordnung und
Gleichnis einer höheren Wahrheit, die über die menschlichen
Gegebenheiten hinaus das aussagt, was offenbar wurde: jenes Mysterium
tremendum der Erlösung des Menschen durch den Opfertod Gottes.
Das Mysterium der Liebe, die überwindet, jene letzte unbegreifliche
Liebe, der der irdische Eros nur trübes Spiegelbild abgibt,
gesehen durch ein Glas, dunkel, aber später von Angesicht zu
Angesicht."
Zum Abschluss wollen wir an dieser Stelle als Beispiel für
Claus Packs kunsttheoretische Arbeiten einen der zahlreichen Artikel
des Künstlers abdrucken, der erstmals im Juni 1956 erschien.
Er beleuchtet Joyce und Picasso - für den Maler zwei Leitsterne
am Künstlerhimmel - und macht Packs eigene Motive im Kunstschaffen
deutlich.
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