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Wolfgang Szaal
"Stilistische Entwicklung
am Beispiel des Stillleben"
Das Stillleben
nimmt in der Moderne einen unverzichtbaren Platz ein, und auch im
OEuvre Claus Packs kommt ihm ein wichtiger Stellenwert zu. In den
Stillleben wird das zentrale Anliegen des Künstlers deutlich:
sein Bemühen um die Darstellung des Raumes. Die Gestaltung
plastischer Wirklichkeit auf der Fläche war für Pack stets
das Medium zur Mitteilung des Unsagbaren. So begleitete ihn das
Stillleben durch alle Schaffensperioden, erfuhr tiefgreifende Veränderungen
durch die Anwendung verschiedener Darstellungsmodalitäten und
diente dem Künstler stets zur Bildhaftmachung erweiterter Welterfahrung
und eines wachsenden Bewusstseinshorizonts.
In den Gemälden der Feldkircher Periode arbeitete Pack im
Bildaufbau mit starken linearen Begrenzungen, die den Werken Struktur
und inneren Halt geben, während die farblichen Gegensätze
dem jeweiligen Motiv große Intensität verleihen.
Doch schon bald zeigte sich die neue Raumkonzeption des Künstlers,
die graphische Elemente zugunsten der Farbe zurückdrängte.
Pack setzte nun Farbflächen unmittelbar nebeneinander, ohne
sie zeichnerisch voneinander abzusetzen. Die Farben gewannen an
Tiefe und die Formen an Präzision. Dabei folgte Pack der Idee
einer Neuerschaffung der Welt. Malerei hatte für den Künstler
etwas Magisches. Sie war für ihn die geheimnisvolle Fähigkeit,
über den Horizont der Dinge hinauszusehen und durch die Textur
der Dinge hindurch - ein klein wenig weiter als die Benutzer der
Dinge. Claus Pack liebte es, Bedeutung zu ergründen und Bedeutung
zu verleihen.
Der nächste Schritt bestand in einer grundlegend neuen Behandlung
der Farbe. Dazu bedurfte es allerdings des Ateliers und vor allem
des Lichtes in Italien, das das Spätwerk des Künstlers
und in besonderer Weise auch dessen Aquarelle auszeichnet.
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